Dienstag, 30. November 2010

Domaine de la Rectorie

Es gibt Dinge, die entschädigen einen für alle erlittenen Kränkungen, Leiden und Ungerechtigkeiten. Ein solches Ding ist mir widerfahren: Die Domaine de la Rectorie hat mich in Gestalt des bärtigen Marc Parcé besucht. Er stammt aus Banyuls am Fuß der Pyrenäen, ist optisch ein wilder Kerl, so wie man sich einen südfranzösischen Winzer vorstellt, aber macht Weine, dass einem das Herz hüpft und das Hirn "will ich haben, viel und sofort!" schreit. Spontan habe ich mich in einen Banyuls verliebt, der im Barrique rumlag und über betörende Aromen der berühmten roten Früchte, superweiche Tannine und eine himmlische herbe Süße - falls es sowas überhaupt gibt, für mich war das aber so - verfügt. Ein Weinchen, sage ich da nur!!! Spontan fiel mir der Roquefort von Herrn Carles ein (der einzige, der noch mit Schwarzbrot und so hergestellt wird, also nicht mit Penicillin geimpft wie beim Arzt). Und das war dann das, was meine tiefen Stirnfalten ausgebügelt hat und mein Seelchen in vorweihnachtlichen Jubel ausbrechen ließ. Que du bonheur ....

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